Binnenschifffahrtsstraßenordnung: Ausweichregeln für Kleinfahrzeuge 1

Theorie, Theorie, Theorie. Aber mit Bildchen lernt es sich besser für den Bootsschein und deswegen gibt es wieder kleine Stummfilmchen.

Kleinfahrzeuge weichen der gewerblichen Schifffahrt aus

Die einfachste Regel ist, dass Boote von geringerer Länge als 20 m größeren immer ausweichen müssen. Wenn man sich die Situation mit einem Ausflugdampfer und einem Motorboot vorstellt, ist klar, dass nicht der Ausflugdampfer um der Motorboot herum fährt. Im Video sind es ein großes Segelschiff und ein kleines Motorboot.

Wie weichen zwei Motorboote einander aus?

Wenn zwei Motorboote aufeinander zufahren, weichen beide aus. Die Ausweichregel besagt, dass beide nach steuerbord ausweichen.

Ja, nun wird es Zeit zu lernen, was steuerbord und was backbord ist. Steuerbord ist da, wo das Steuer ist, in Fahrtrichtung gesehen. Meiner Meinung nach sollten die Ansagen in der S-Bahn also nicht mehr lauten „Ausstieg in Fahrtrichtung rechts.“, sondern „Ausstieg steuerbord.“ Ist doch viel kürzer. Man sieht dann schon früh genug, ob man richtig steht.

Die Boote passieren sich dann also an backbord. Das hat den Vorteil, dass bei einer eventuellen Schrammung keiner so leicht zu Schaden kommt, weil ja die Steuerpersonen (das muss ja genderneutral sein) so weit wie möglich voneinander entfernt sind.


Wenn sich die Kurse der beiden Motorboote kreuzen, muss das Boot ausweichen, welches das andere an steuerbord hat, also rechts vor links.


Ein Segelboot, das mit laufendem Motor unterwegs ist, muss wie ein Motorboot ausweichen. Im Idealfall hört das der Fahrer/die Fahrerin des anderen Bootes. Wenn nicht, muss er sowieso ausweichen.

Und morgen sind dann Segelboote dran, damit es nicht zu viel Input auf einmal ist.

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