Helenas Kinderschuhe

Helenas Kinderschuhe

In meinem ersten Blogbeitrag habe ich gar nicht geschrieben, warum ich den Blog (Aus mir unerfindlichen Gründen ist für mich "Blog" maskulin. Sorry. Ich bemühe mich um Besserung.) angefangen habe. So genau weiß ich es auch gar nicht. Zum Teil, weil ich den Verlauf dokumentieren will. Vielleicht auch, weil andere Menschen auch einen Bootsführerschein machen wollen und Informationen suchen. Ob ich da helfen kann, weiß ich noch nicht. Wird sich zeigen. Es kann auch sein, dass mir jemand Tipps geben kann, wobei das voraussetzt, dass das (!) Blog überhaupt gelesen wird. Naja, und auf ein Blog mehr oder weniger kommt es nun wirklich nicht an. Ich kann mir zumindest einreden, dass ich produktiv bin.

Zu Helenas Kinderschuhen:

Bootsführerschein – Wo? Wie?

Da ich nicht mit nem Ruder-oder Tretboot unterwegs sein werde, muss ich wohl oder übel einen Bootsführerschein machen. Das ist der Beginn der großen Herausforderung, denn ich hab sonst überhaupt keine Verbindung zu dieser nautischen Welt. Das heißt, mir fehlen die ganzen Vokabeln, ich kann gerade mal meine Schuhe zuknoten, einen Lassoknoten (noch aus der Zeit, als ich als Kind Indianer werden wollte, hauptberuflich) und eine Krawatte knoten (immerhin!), aber damit sind meine Knotenkenntnisse erschöpft, und morsen kann ich auch nicht. Keine Ahnung, ob man das können muss heutzutage. Vielleicht kann man auch SOS twittern.

Im Internet habe ich also nach den Voraussetzungen für den Bootsführerschein gesucht. Meine erste Info war, dass man einen KfZ-Führerschein braucht. Argh, schon mal schlecht, weil ich den nicht habe. Bei weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass wohl ein polizeiliches Führungszeugnis reicht. Das ist immer noch billiger und weniger zeitaufwendig als ein Kfz-Führerschein, den ich WIRKLICH NICHT MACHEN WILL, Mutter! Soweit ich das überblicke, muss man nicht schwimmen können, was ich ja irgendwie wichtig gefunden hätte. Aber so wird auch der Wasserwacht nicht langweilig.

Wenn ich Freunden erzähle, dass ich den Bootsführerschein machen will, kommt immer die Frage: “Ach, und was kostet sowas?” Es ist mir jetzt schon mehrfach passiert, dass die Leute in Gelächter ausgebrochen sind, wenn ich die Antwort so beginne: “Also, bei McBootsschein…” Äh, die heißen so! Ich wohne da ganz in der Nähe und die haben in Köpenick überall Transparente hängen. Eventuell sind die ja auch mit verantwortlich für meinen Plan. Das ist also hier nicht Werbung, sondern hat sich tatsächlich so zugetragen. Ich schwör.

Ich schreib die Preise jetzt aber nicht hier hin, kann jeder selbst googeln. Es sei nur so viel gesagt: Nach meinen Informationen ist es billiger als ein Autoführerschein.

Eine weitere Voraussetzung ist ein ärztliches Attest über die Seetauglichkeit oder wie auch immer es heißt. Das Formular habe ich mir schon runtergeladen, um zu sehen, ob ich eine Chance habe. Seevermögen, Verzeihung, ich meine Sehvermögen und Hörvermögen wird getestet. Vermutlich, weil es bestimmte akustische und visuelle Signale zur Kommunikation zwischen Booten / Schiffen gibt. Seekrank war ich schon mal, aber das war auf dem Meer und es ging auch nicht bis zum äußersten. Das war auf einer Whale Watching Tour in Island und das Wetter war schlecht und ich habe unter Deck gelesen. Schwerer Fehler. Und Wale konnte ich so auch nicht sehen. Aber Augen zu und durch hat ziemlich gut funktioniert. Da es mir ja um den Bootsführerschein Binnen geht, sehe ich da keine großen Probleme.

Jedenfalls will ich mir das Attest lieber bald holen, bevor ich so in meiner Idee aufgehe und dann schrecklich enttäuscht bin, weil ich nicht seetauglich bin. Oder flusstauglich, was auch immer.

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